Montag, 26. April 2010
Ein einziger Krampf
Mensch, ich fahre immer mehr. Nur noch 302 - 502 Km und noch 35 Tage. So langsam wird es was auf dem Weg zum Minimalziel. Kleine Einschränkungen verhinderten mehr Kilometer, aber 79 km waren es immerhin. Inkl. der Kilometer zum Bäcker und zurück, damit meine Liebste nicht verhungert, während ich meinem "Hobby" fröne. Ts, Hobby, dass ich nicht lache. Hobbies sind Grillen und nen Bier trinken. Nur datt datt ma kla is.
Aber trotzdem, wunderschöner Sonnenschein, Vogelgezwitscher und herrliche Luft machen mir das Radfahren doch auch erträglich. Wenn mich die Jungs von Legion Bikes nur nicht immer natzen würden. Da dachte ich "Jut, die 55 Km schaffe ich diesmal, da fahr ich sogar die Vollrather Höhe rauf", von wegen, fahren die 80 km. Leider viel zu schnell für den roten Kugelblitz, habe nach ca. 55 Km (inkl. Fahrt zum Bäcker) Krämpfe in beiden Oberschenkeln bekommen. Mein treuer Michael hat mich dann - seeeeehr langsam - die 20 Km zurück zur Skihallte begleitet. Sonst hätte ich auch nie zurück gefunden. Er hat sich tapfer meine Jammerei angehört und mein Fluchen auf "die anderen Angeber", die immer viel zu schnell fahren. Er hat auch nicht erwähnt, dass "die anderen Angeber" vielleicht auch trainieren wollen und einfach nicht so langsam fahren KÖNNEN, wie ich. Ich fürchte ich wäre auch nicht in Stimmung gewesen, irgendetwas von der Realität zu hören. Kluger Michael ;)
Wie auch immer, zuzüglich der 3 Km zurück nach Hause kam ich also auf knapp 80 Km bei einem lächerlichen Schnitt, aber ich fühlte mich trotzdem großartig. Bis gestern abend. Da fingen dann so langsam die Oberschenkel wieder an zu schmerzen. Ging eigentlich den ganzen Tag, nur Abends wurd es dann echt mies. Und heute den ganzen Tag. Ich schinde mich echt ab. Wenn ich nicht in den Himmel komme, kann Petrus was erleben. Also falls ich ihn dann doch irgendwann mal zu sehen bekomme. Den mach ich so fertig, dass ich gleich wieder für drei Ewigkeiten in die Hölle muss. Aber so weit ist es ja noch nicht ;)
Was mir auch zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass ich sozusagen alle Ausreden aufgebraucht habe, und diese Woche dann wohl echt mal mit dem Fahrrad ins Büro muss. SST wäre noch ein Grund, aber der hilft auch nur bis Mittwoch. Also Donnerstag spätestens mein erster Trip mit dem Fahrrad ins Büro. *grummel*
Aber es gibt ja auch gute Neuigkeiten. Ich darf ja den Aufenthalt in Göttingen planen, und ich bin einfach nur begeistert. Die Göttinger sind alle so super hilfsbereit, das wird ein ganz toller Abend. Und morgens verabschieded uns der Bürgermeister. Also ich kann Göttingen wirklich nur empfehlen. Eine ganz eine nette Stadt ist das! Besonders möchte ich mich bei Herrn Gruber vom Kaufpark bedanken, der hat sich wirklich super viel Mühe gegeben und mir Kontakte genannte und sich um alles mögliche gekümmert, sich immer zuverlässig und vor allem mit guten Nachrichten gemeldet. Traumhaft! Also wenn einer in Göttingen einkaufen geht, dann im Kaufpark, will ich hoffen.
Meine Spenden wachsen irgendwie leider nur unmerklich, obwohl meine Tante äußerst großzügig war. Also Maus und Tastatur bemüht und Kohle her. Is ja nicht für mich, also können auch die Spenden, die mich nicht leiden können ;)
So, damit habe ich meine 400 Wörter mal wieder bei weitem übertroffen, hilft ja nix, wenn ich mich erstmal in Rage geschrieben habe, dann gibt es kein Halten.
Mehr über meine K(r)ämpfe auf dem Fahrrad gibt's nächste Woche
Have fun
Bergschnecke
P.S.: Ich glaub ich mach mal ne Abstimmung über meinen Spitznamen, Kugelblitz gefällt mir auch so gut ;)
Sonntag, 18. April 2010
Et wird mehr!
Und damit meine ich ausnahmsweise nicht mein Gewicht, sondern die Anzahl Kilometer! Nachdem ich letzte Woche "keine Zeit" ;) hatte zu trainieren, waren es Sonntag 55 Km mit einem Schnitt von knapp 23 Km/h (pro Stunde… hahaha, der wird nicht neuer). Die Vollrather Höhe hinauf habe ich gebockt und lieber Pause gemacht, aber dafür hatte ich mich ja eigentlich auch nur auf einen gemütlichen Ausflug gefreut. So 30-35 Km, dachte ich. Eben abgerissen in 1,5 Stunden, Bierchen in der Skihalle und ab nach Hause. Nix war’s. Außerdem war der Teufel persönlich dabei und ist einfach immer weiter gefahren. Keiner hat auf mein inneres Jammern gehört und mal langsamer gemacht. Na mein Hintern erzählt heute noch davon. Lautstark. Also nicht Gesäßtrompete, das würde meine Liebste nicht dulden, ich meine damit er schmerzt. Sehr. Ich könnte mir vorstellen, dass meine Unterhose blutdurchtränkt ist. Meine Frau meint aber, das ist sie nicht und ich solle mich nicht so anstellen. Pah, Banausin. Gibt es eine weibliche Form von Banause? Vielleicht Banana? ;)
Ich will ja nicht undankbar sein, mein extrem vergrößertes Ego wird natürlich schon besonders gestreichelt, dadurch, dass ihr alle fleißig meinen Blog lest und mir ab und an mal sagt oder schreibt, dass ihr das sehr unterhaltsam findet. Dennoch sieht mein Spendenkonto noch recht leer aus, was im Extremfall dazu führen könnte, dass ich nicht mit fahren darf. Daher würde ich mich extrem freuen, wenn ihr auf der Spendenseite ein paar Spenden auf meinen Namen hinterlasst. Entschuldigt bitte, dass ich hier auf so unangenehme Sachen wie Geld zu sprechen komme, aber der Zweck meines Trainings und des Blogs ist ja doch hauptsächlich Spenden zu sammeln. Also zückt die Kreditkarten, füllt die Überweisungsbelege aus oder erteilt uns eine Lastschriftgenehmigung, und ich garantiere einen wöchentlichen Beitrag in diesem Blog.
Wow, das war das erste Mal, dass ich versuche mit Begriffen aus dem Bankwesen Begeisterung zu erzeugen. Wenn ich mir das durchlese, ist das ungefähr so begeisternd wie das Achtelfinale im Synchronschwimmen. Gähn. Spendet trotzdem, ihr tut was Gutes damit.
Ich habe übrigens ein wenig Kritik bekommen, dass meine Beiträge zu lang sind. Ich werde daher versuchen, meine Beiträge unter 400 Wörter zu halten. Wer das durchhält ist trotzdem noch konzentrationsfähiger als der Durchschnittsdeutsche, dessen Konzentrationsfähigkeit bei 287 Wörtern bzw. 38 Sekunden liegt. Dies sind Werte nach einer von mir durchgeführten Umfrage in meinem Bekanntenkreis. Gerüchten, dass die geringe Konzentrationsspanne am Inhalt der von mir gegebenen Inhalte liegt, wurde nicht nachgegangen ;)
So, ich werde jetzt noch ein bisschen das wunderschöne Wetter genießen und mich in die Sonne legen. Gestern Abend war ich schon was rötlicher als ich sein sollte, mal schauen, ob mir das heute auch gelingt. Wer also morgen eine rote Kugel auf dem Fahrrad sieht, das bin ich, der langsamste rote Kugelblitz der Welt :).
Have Fun
Die Bergschnecke
P.S.: 381-581 Km to go
Mittwoch, 7. April 2010
Es kommt wie's kommen muss
Wie auch immer, frohen Mutes stand ich Freitag auf und verbummelte den Sonnenschein. Als ich gegen 17 Uhr auf's Rad stieg war es schon mächtig bewölkt und auch was windig. Macht ja nix, Sonnenbrille auf und schönes Wetter imitiert. Für den Hinweg hat es auch gereicht. Da ich meinen Tacho immer noch nicht auf den kleineren Reifenumfang umgestellt habe, bin ich ca. 21 Km gefahren, in echt sind's aber nur knapp 19 km. Tut aber gut, wenn da mehr steht, Psychotacho halt. Man fährt ja dann auch schneller ;)
Die Strecke war Ok, gut zu fahren, mit Erweiterungsmöglichkeiten für den Rückweg. Sobald es morgens um sechs schon hell genug ist, werde ich wohl mal öfter mit dem Rad ins Büro fahren.
Auf dem Rückweg kurz nach der Essenspause ungefähr auf der Hälfte der Strecke dann die Panne: Kette gerissen. Schon frustrierend, genau auf dem Stück bergauf die "Berge des Rheins" hinauf - also die Brücke - springt mir ständig die Kette ab. War jetzt nicht soooo schlimm, dass ich schieben musste, aber hätte es schon gerne geschafft. Ständige Leser kennen ja meinen persönlichen Krieg mit Steigungen, diese Schlacht hätte ich halt gerne auch gewonnen :)
Aber nix da, kaum wieder aufgestiegen riss die Kette. Glücklicherweise direkt neben der Straßenbahn-Station nach Neuss. Also nach Neuss per Bahn, dann geschaut, wann mein Bus kommt. Super, Samstagmorgen um 10:46 Uhr. Manchmal halt doof, wenn man mitten in der Wildnis wohnt. So lange wollte ich nicht warten, also mein holdes Weib angerufen. Wie sollte es anders sein, sie ist natürlich im Namen der Tiere unterwegs und mal wieder in irgendeiner Tierklinik. Gut, ein Tierleben ist wichtiger als meine Bequemlichkeit. Auf den Schreck erstmal ne Pizza gegessen und ein Taxi gerufen. Für den ersten Ausflug sind die knapp 30 Km Ok, wenn auch das Ende nicht ganz meinen Vorstellungen entsprach.
Samstag keinen Muskelkater, das macht Mut. Abends Party, Sonntag Hähnchenessen bei den Eltern. Sind zwei Halbe Hähnchen eigentlich ein ganzes, obwohl es Hälften von verschiedenen Hühner sind? Antworten gerne in die Kommentare schreiben.
Sonntagvormittag dann die Kette repariert (bzw. reparieren lassen) und mit meinem Personal Biking Coach (PBC) Michael von Legion Bikes noch ne Runde gedreht. Waren ca. 35 Km (nach seinem Tacho, also für mich fast 40) und nach 32 Km eine kleine Bierpause an der Skihalle eingelegt. Schnitt von über 20 Km/h auf den Puls habe ich ein Segen nicht geachtet. Das mache ich dann auf den Fahrten ins Büro. Zurück ist auspowern angesagt. Die letzten drei Kilometer haben sich dann endlos hingezogen und waren echt anstrengend. Zuerst dachte ich das lag an Bier und Gegenwind, war aber wohl auch der Platten schuld, den ich mir gefangen und nicht bemerkt hatte. Naja, sollten ja eh neue Reifen drauf. Habe Legion Bikes Michael also mein Fahrrad mit gegeben um die Bremsen zu checken, neue Reifen drauf zu ziehen und andere Pedale drauf zu machen. Bergschnecke wird sportlich. Also zumindest das Sportgerät ;)
Also ca. 60 Km am Wochenende hinter mich gebracht, ordentlicher Schnitt und keinen Muskelkater oder Ringelblumensalbe-Schmerzen, das lässt für die nächsten Wochen ein etwas ruhigeres Trainingsprogramm als bisher zu :) Wenn alles gut geht, werde ich Anfang Mai das erste Mal eine ca. 100 km-Runde versuchen. Muss nur raus finden, wie ich die dämliche Hintergrundbeleuchtung vom Blackberry angeschaltet lasse. Immer kurz vor ner Kursänderung anhalten, Passwort eingeben, Passwort korrigieren, "blackberry" eingeben und das Passwort endlich richtig eingeben, nervt auf Dauer einfach ;)
Have fun
Die Bergschnecke
P.S.: Nur noch 436 - 636 Km...
Donnerstag, 1. April 2010
Vorbereitungstour nach Holland
am Freitag ist frei und es soll trocken bleiben.
Was spricht also dagegen, diesen freien Tag für einen kleinen Ausflug nach Holland zu nutzen.
Für alle, die noch nichts an diesem Tag geplant haben, kommt vielleicht unsere Tour von Viersen nach Thorn (NL) in Frage.
Weitere Infos hierzu und zur Anmeldung findet Ihr unter dem folgenden Link:
Wasserlandschaften Thorn
Die 100 km werden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h zurück gelegt. Angesprochen sind ATB und MTB Fahrer - wie ich Hartmut kenne, ist das nix für Rennradfahrer, da es ihn immer wieder gerne auf ruppige Straßen treibt :o)
Die Tour wird wieder einmal von unserem GBI-Maskottchen 'Hartmut' angeführt, mal sehen was es diesmal für spannende Geschichten zu berichten gibt ...
Vielleicht ist das ja´ne Tour für die Bergschnecke Ingo - auf jeden Falls schön flach, so wie er es gerne hat !
Mittwoch, 31. März 2010
Jetzt geht's los
Aber zurück zum wunderschönen Sonntagmorgen. Die Fahrradklamotten schmiegen sich an meinen Körper und sind schon wieder eine Nummer kleiner geworden. Wie das bei Handwäsche passieren kann, ist mir echt schleierhaft. Das Fahrrad habe ich in mühevoller Kleinarbeit geputzt und es ist fahrbereit. Obwohl ich keine Ahnung habe, wieso es immer noch nicht so sauber ist, wie ich mir das gewünscht und nach zwei Stunden arbeit verdient habe, schwinge ich so elegant wie einer Kugel so eben möglich mein Bein über den Sattel. Sogar ohne mich oder etwas von meiner Umwelt zu verletzen.
Der erste Tritt in die Pedale dieses Jahr, ein erhebendes Gefühl den inneren Schweinehund endlich besiegt zu haben, der falsche Gang ist drin, die Klickies haken und ich liege fast vor Beendigung des ersten Meters auf der Nase. Aber Glück gehabt, liege erst nach 1,5m :)
Der zweite Versuch klappt gleich viel besser, der Fahrtwind weht mir um die Nase und ich weiß wieder, warum ich mich auf das Abenteuer GBI eingelassen habe. Irgendwie ist es schon toll, wenn die Landschaft an einem vorbeizieht. Also im Moment ist Gegenwind und sie quält sich vorbei, aber gerade durch den Fahrtwind fahre ich gefühlte 50Km/h. Oder wie der ein oder andere Fußballer sagen würde "50 Km/h pro Stunde" :)
Nach einer Weile spüre ich die Anstrenung in den Beinen, ein Segen hält sich das Wetter. Da ich bestimmt totmüde bin, wenn ich nach Hause komme, bin ich mir sicher, dass die Zeitumstellung mir nicht so zu schaffen macht. Gehe einfach früh ins Bett und stehe normal auf, dann ist der "Jetlag" schnell vorbei. Langsam beginnt der Hintern zu schmerzen, also lege ich eine kleine Pause ein und mache mich danach auf den Rückweg. Mit Rückenwind geht es schneller, fühlt sich aber langsamer an.
Der Rückweg wird fast zur Qual und völlig erschöpft komme ich wieder zuhause an. Ich bin froh, dass das Fahrrad noch gut fährt und der Fahrer wird schon werden bis Juni. Wollte ca. 500 - 700 Km sammeln, bevor ich los fahre, davon mindestens eine Tour über 100 Km, besser zwei.
Davon kann ich jetzt diese erste Tour abziehen. Einmal zur Tanke Brötchen holen und zurück, bleiben noch 496 - 696 Km. Gefühlt waren es aber mindestens 30 Km, ischwör! ;)
Ok, mehr von meinem Training dann nächste Woche, ist ja langes Wochenende, da werde ich vielleicht mal einen Tag opfern können. Dann wohl auch mal "echtes" Training. Noch lacht der Schweinehund, aber die Faxen werde ich ihm schon noch austreiben. Sonntag geht es an den Unterbacher See, vielleicht nehme ich das Fahrrad.
Have Fun
Bergschnecke
Dienstag, 30. März 2010
GBI Vorbereitungsfahrt zur Mosel und zurück
ich möchte euch von unserer ersten GBI Vorbereitungstour berichten.
Hartmut hatte mal wieder eingeladen und 14 Leute folgten seiner Einladung.
Diesmal ging es am ersten Tag von Rheinbach nach Hatzenport (20 km südlich von Koblenz an der Mosel). Drei Teilnehmer trauten sich sogar zu, 25 km drauf zu legen und traten ihre Reise von Königswinter aus an. Die erste Etappe betrug somit zwischen 95 und 120 km. Diese Etappe hatte es in sich, da sie durch die Eifel ging und viele wunderschöne Steigungen enthielt.
Während dieser Etappe klagte bereits ein Fahrer über konditionelle Probleme, zudem bekamen zwei Fahrer Knieschmerze. Die Winterzeit hat bei dem ein oder anderen angesetzt und hinterließ sichtbare Spuren - die Trikots saßen bei einigen echt eng.
Wir hatten einen feuchtfröhlichen Abend beim Winzer (auch der Verzicht von übermäßigem alkoholichen Getränken gehört zur Vorbereitung !) und starteten am nächsten Morgen gut gestärkt gegen 10 h in Richtung Köln. Da die beiden Kollegen immer noch über Knieschmerzen klagten, entschieden wir uns in zwei verschiedenen Gruppen zu fahren und uns in Andernach zu treffen. Hartmuts Gruppe fuhr mit den lädierten Fahrern und einigen anderen älteren Herren :o) die flache Tour über Koblenz und ich fuhr mit der zweiten Gruppe durch die Vulkaneifel zum Rhein.
Nachdem wir uns in Bad Breisig gegen 14 h mit Pizza und Nudeln gestärkt hatten, fuhren wir gesammelt in Richtung Köln. Während dieser Tour stiegen die Knieverletzten aus und fuhren per Bahn zurück. Kurz vor Königswinter hatte Hartmut einen doppelten Speichenbruch (auch er hat über Winter Fett angesetzt) und mußte seine Fahrt mit einigen anderen in Bonn abbrechen. Tobias und ich ließen uns dadurch zusammen mit drei tapferen Fahrern auf Mülheim nicht beirren und führten unsere Tour nach Köln fort. Von dort aus ging meine Fahrt alleine in Richtung Mönchengladbach weiter - und das Drama nahm seinen Lauf.
Zuerst führte mein Navi mich in die falsche Richtung. Ich mußte eingreifen und die Strecke selber navigieren. Der kurze Umweg in Richtung Neuss kostete mich ca. 10 km. Dann waren die Battarien des Navis leer, der Battariewechsel mit niegelnagel neu verpackten Battarien funktionierte nicht (kein Saft). Einige Zeit später ging das Licht aus (Wackelkontakt, Battarien leer - keine Ahnung). Schilder waren schon mit Lampe schlecht zu lesen, nun also gar nicht mehr ...
Bei Neuss hatte ich das Gefühlt zu wenig Luft im Hinterreifen zu haben. Ich habe dann nachgepumpt und dies in Jüchen wiederholt. Heute Morgen war die Luft komplett draußen, hab mir wohl ein kleines Loch gefangen. Wenn ich mir meinen abgefahrenen Reifen angucke, wundert mich das nicht. Cord hatte mich auf diese Auffälligkeit schon in Andernach aufmerksam gemacht.
Diese Tour hat gezeigt, das eine Gruppe aus 15 Leuten konditionell sehr unterschiedlich drauf sein kann und die unterschiedlichen Probleme zu vielen Pausen führen können. Das muß nicht immer gut für die Moral der Gruppe sein.
Ich erzähle euch all diese Dinge, weil ich die GBI Fahrer darauf hinweisen möchte, sowohl sich selber als auch ihr Rad frühzeitig zu testen und ggf. nachzubessern. Nutzt die angebotenen Vorbereitungstouren (GBI-Kalender) !
Trotz allem war es mal wieder eine super, tolle Tour mit vielen neuen, netten Bekanntschaften.
So, jetzt muß ich erst einmal Reifen flicken ... zum Glück ist mir der abgefahrende Reifen vor der GBI Fahrt kaputt gegangen :o)
Gruß und bis zur nächsten Vorbereitungstour - Dirk
Mittwoch, 24. März 2010
Glück mit dem Wetter
Am Wochenende hatte ich ja enormes Pech mit dem Wetter. Da die Sonne mal wieder in Strömen schien, war es mir einfach unmöglich mein Fahrrad zu putzen. So blieben Klamotten und Lappen im Schrank und das Fahrrad ungeputzt. Wer braucht schon Training, wenn man über die Alpen gekommen ist :) Trotzdem habe ich mir zur Motivation mal das Streckenprovil angeschaut. An einem Tag geht es 129 km weit und über 1000m hoch. Halloooooo-ooo, da war die "Hölle von Italien" auch nicht weniger. Ich dachte, wir lassen es mal wieder etwas ruhiger angehen. Aber nix ist. Ich glaube ja fest, die Tour wurde nur erfunden, um mich zu quälen. Ich kann mich schon nicht mehr erinnern, wann ich da so tief rein gerutscht bin, dass ich nicht mehr raus kam aus dem Strudel der Höllenqualen. Naja, wenigstens geht es zwischendurch immer wieder bergab, dass man sich ein kleines Bisschen ausruhen kann.
Also, nächstes Wochenende geht es los. Die ersten 40 km müssen her, sonst fange ich nie an. Werde mir also eine schöne Strecke zusammen basteln und mich auf den Sattel schwingen. Minimale Wartung muss reichen, wer braucht schon ein sauberes Fahrrad. Gute Idee wäre ja Samstag morgen, aber ich glaub die Jungs von Legion-Bikes sind mir zu schnell. Also erst mal alleine starten, ist auch meditatorisch viel sinnvoller.
Außerdem werde ich wohl mal eine Strecke finden müssen, die mich ins Büro bringt. Durch meinen Umzug hat sich die Entfernung gefühlt verdoppelt. Sind jetzt bestimmt 930 statt 18 Kilometer. Aber nur die Härteren kommen zur Gärtnerin, woll.
Jut Kinners, kein Training, kein Text, will Euch ja nicht zu sehr mit meinem wirren Geist quälen.
Spendet was das Zeug hält
Die Bergschnecke
Freitag, 19. März 2010
Endlich geht's los
endlich geht es los, das Blog ist fettich und ich kann Euch über die neuesten Erlebnisse rund um das Training auf dem Laufenden halten. Zuerst müsste ich natürlich anfange zu trainieren, aber Sonntag ist perfekt. Schönes Wetter, keine Termine und alle Radklamotten gewaschen. Werde mich also in meinen Fahrraddress schmeißen, und das Fahrrad richtig ausgiebig sauber machen. Die erste Trainingsfahrt folgt dann irgendwann nächste Woche :)
Ich hoffe ihr habt wieder ähnlich viel Spaß an meinen kleinen Pannen, was wäre das Leben ohne Schadenfreude.
Lieben Gruß
Die Bergschnecke
Herzlich Willkommen zum Tour Blog der GBI 2010
Beim Voting des Tour Boards im letzten Jahr für die Global Biking Initiative (GBI) 2010 gab es einen klaren Favoriten, und der hieß "von Prag nach Düsseldorf". Ob's die Tour ist oder der Spaß, bei der GBI dabei zu sein... die 300 Plätze für die Teilnehmer waren bereits nach vier Tagen vergeben, ab dann wurde die Warteliste gefüllt. Nicht höher wie im letzten Jahr, aber professioneller und imposanter wird sie werden, die GBI 2010.Inzwischen laufen die Planungen auf Hochtouren. Wir wünschen Euch viel Spaß mit der Vorab-Berichterstattung und natürlich auch bei der GBI 2010 selbst. Ob als aktiver Teilnehmer bei Euren Vorbereitungen oder als passiver Couchkucker und Unterstützer.
Euer Tourboard
